Zusatzinformationen Luftmessung

Asbest, künstliche Mineralfasern (KMF), Faserstäube

Von allen Stoffen in großtechnischer Verwendung weisen asbesthaltige Produkte bei der Verarbeitung und Verwendung in Bezug auf eindeutig diesem Umgang zuordenbare Erkrankungen die höchsten Fallzahlen auf. 

Da nach derzeitigem Wissenstand die Faserform des Asbestes insbesondere in Bezug auf die krebserzeugende Wirkung eine Rolle spielt, stehen auch andere faserförmige Stoffe wie künstliche Mineralfasern etc. in begründetem Verdacht ähnliche Wirkungen wie Asbest auszulösen. 

In Deutschland und auch in anderen Ländern sind bezgl. der Verwendung von Asbest insbesondere in Gebäuden Regelungen erlassen worden, die z. B. Sanierungsnotwendigkeiten betreffen (in Deutschland die "Asbestrichtlinien"). Daneben gibt es eine Reihe von Regelungen im Arbeitsschutz.



 

Materialprobenanalysen

Zur Bestimmung des Asbestgehaltes in Produkten und Baustoffen verwenden wir nach lichtmikroskopischer Vorsortierung (Stereomikroskop) grundsätzlich das REM (Raster-elektronenmikroskop mit Analysenzusatz EDX). Analysendurchführung entweder in Anlehnung and VDI 3866 Bl. 5 oder nach VDI 3866 Bl.5. Bei anderen Fasern steht die Frage im Vordergrund ob überhaupt atembare Fasern aus dem Material emittiert werden können und wenn ja, welche chemische Zusammmensetzung vorliegt.

 

Messung der Konzentration von atembaren Faserstäuben in der Luft

Voraussetzung für die gefürchteten chronischen Wirkungen von Faserstäuben ist das Vorliegen von sogenannten "WHO-Fasern" also Fasern. die eingeatmet werden können. Die von uns angewandten Messverfahren sind in den Richtlinien VDI 3492 sowie ISO 14966 und DGUV I 213-546 sowie im Falle der Emissionsmessung (Abluft) in der Richtlinie VDI 3861 Bl. 2 beschrieben. Allen gemeinsam ist die Abscheidung des Staubes auf einem goldbedampften Kernporenfilter mit einem dafür geeigneten Probenahmegerät und anschließender raster-elektronenmikroskopischer Auswertung.

 Die Durchführung und die Ergebnisse der Messungen sowie der Bezug zu geltenden Grenz- und Richtwerten werden in einem Messbericht zusammengefasst.

 

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